Donnerstag, 31. Januar 2008

Wer sich nicht freiwillig opfert...

„Wer sich nicht freiwillig opfert, der wird geopfert werden“


So müssen sich zurzeit die 12 Mitglieder der Vollversammlung der Handwerkskammer Magdeburg fühlen, die partu nicht der Vollversammlung abschwören wollen.

Warum sollten sie aber auch? Sind sie es nicht, und nur sie, die in ihrem Ehrenamt demokratisch getroffene Entscheidungen richtig interpretieren.
Warum die übrigen Vollversammlungsmitglieder das nicht gleichgetan haben?
Das muss man verstehen.

Da sind, der inzwischen Ex-Präsident, ein vergnatzter Möchtegern-Präsident und einige den beiden treu ergebene „Kammergegner“, die sich seit einem Jahr bemühen, dem Hauptamt, mit seiner Hauptgeschäftsführerin an der Spitze, auf das Übelste zuzusetzen.

Es hat 6 Jahre gedauert, bis der Ex-Präsident, wie Phönix aus der Asche gestiegen, plötzlich die Idee hatte, dass die durch eine sparsame Wirtschaftspolitik, nach Recht und Gesetz angesparten Rücklagen, ja viel zu hoch sind und hier ein grober Verstoß durch das Hauptamt vorliegen muss.
Das kam dem Möchtegern-Präsidenten gerade Recht. Der nämlich hatte bereits Jahre zuvor ein dubioses Aktiengeschäft, mit Verlusten, für die Handwerkskammer angeprangert und zur Anzeige gebracht. Pech für ihn, den denn die Anzeige wurde höchst richterlich abgeschmettert.
Nun erst Recht und mit aller Macht.
Die Schar derer die sich nun zu den Kammergegnern öffentlich bekannten wurde immer größer.

Zwischenzeitlich so groß, dass man ins Grübeln kommt, darüber, ob diese Leute überhaupt noch wissen, worum es eigentlich geht.

Zuerst mussten Prüfer ran. Eine Arbeitsgruppe, wortgeführt von einem Anwalt. Das Ergebnis, halbseidene Vermutungen über die Rechtmäßigkeit der Rücklagen. Nicht ausreichend für den sofortigen Sturz der Hauptgeschäftsführerin.
Dann ein Versuch über einen im Ruhestand befindenden Finanzgerichtspräsident. Das Ergebnis reichte auch nicht für eine sofortige Kündigung der Hauptgeschäftsführerin.

Es folgten Abwahlanträge die demokratisch getroffen, auch nicht zum gewünschten Erfolg führten. Nur der Präsident tritt ab und einige Getreu tun es ihm gleich.

Nun erst recht zum Sturm geblasen, mit dem schnellen Ziel: Nur eine Neuwahl der Vollversammlung kann es noch richten. Die Aufsichtsbehörde wird bemüht.
Und prompt springt die auf den hasserfüllten Zug auf und droht nun mit einem Zusammenschluss der Kammern Halle und Magdeburg.
Geht aber nicht so einfach. Noch sind ja 12 Vollversammlungsmitglieder da, und grobe Verstöße durch die Kammer sind auch massiv nicht nachzuweisen.

Einzige Möglichkeit, Gespräche mit den 12 „Abtrünnigen“.

Ist dass nicht eine weitere Verletzung der Demokratie und wo bleibt da die Freiwilligkeit und der Datenschutz?